Am zweiten Tag beginnt es zusaetzlich noch zu regnen und so verziehen wir uns in ein gemuetliches Restaurant, um abzuwarten. Dort treffen wir Manuel, welcher von seiner 800km langen Erwanderung des Jakobswegs erzaehlt. Er gibt uns seine Adresse und laedt uns spontan zu sich ein, wenn wir dort vorbeikommen. Doch da er erst am Sonntag wieder zuhause sein wird, koennen wir seiner Einladung nicht folgen.
Als wir uns schon fragen, ob wir eigentlich normal sind, auf dieser Strasse zu fahren, laesst der Regen langsam nach und wir treffen den ersten Tourenfahrer, ein Brasilianer, auf dem Weg nach Porte Alegre. Er laesst sich von diesem Vekehr nicht beeindrucken. Dies machte uns Mut und wir steigen wieder auf die Raeder. Es lohnt sich, kurz danach nimmt der Verkehr ab und es hat mehrheitlich einen wunderbaren Seitenstreifen.
Wir kommen gut voran und fahren einem See entlang. An den Strassen verkaufen Strassenhaendler Fisch und Fruechte. Die Landschaft wird immer flaecher. Vor Tubarão hat es auf der Gegenfahrbahn 30km Stau, die Menschen scheinen fuer Ostern alle in den Norden, Richtung Florianópolis, zu fahren. Sie winken aus ihren Autos, strecken die Daumen hoch und fotografieren uns. Wahrscheinlich bringen wir ein bisschen Abwechslung in ihr Warten.
| 1000 km: Keine Angst, die Strasse geht weiter |
Im Hotel Farol werden wir vom Besitzter empfangen, er habe uns auf der Strasse gesehen. Er freut sich mit uns zu plaudern. Er habe noch 2 weitere Hotels in Laguna. Nun fahre er gerade in den Urlaub Richtung Chile. Er gibt uns ein paar Tipps zur Weiterfahrt in Uruguay und guenstige Hotels fuer Buenos Aires. Er weist seinen Angestellten an, uns das groessere Zimmer zu geben, damit wir mit den Fahrraedern Platz haben.
Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir am Karfreitag weiter. In Ararangua sehen wir ein Schild Camping und sind uns sofort einig, nun endlich von unserem Zelt Gebrauch zu machen. Die 11km Umweg zum Stand nehmen wir in Kauf. Der Zeltplatz ist nicht leicht zu finden und auch nicht offen. Der Bruder vom Besitzer scheint jedoch dort zu campieren und weist uns trotzdem ein. Wir duschen und kochen uns anschliessend Teigwaren auf dem Kocher. Kurz vor dem Eindunklen erscheint ein kleines ausgetrocknetes Mannli. Mauro, der Besitzer komme erst am Ostersonntag zurueck. Er kassiert stellvertretend die 20 Reais und zeigt uns noch stolz zwei Maenner auf einem Motorrad, welche patroullieren sollten und Guards seien. Wir montieren trotzdem uns kleines Alarmgeraet Kevin am Velo und steigen ahnungslos ins Zelt. Was ist dies fuer ein Laerm? Ach Schreck, es donnert. Wir brauchen gar keine Taschenlampen, der Himmel wird erhellt, als waere es Tag. So ein Gewitter am Meer ist schon eindruecklich. Doch als wir denken es sei vorbei, beginnt das zweite und so geht es dann bis zum Morgengrauen weiter.
| Endlich sind alle Gewitter vorueber |
Sombrio und beziehen ein grosses Zimmer, damit wir auch alle nassen Sachen auslegen koennen.
Am Ostersonntag scheint die Sonne und wir ziehen gut gelaunt los. In Torres beginnt endlich die Kuestenstrasse. Der Verkehr ist moderat und die Landschaft wunderschoen. Alleen von Bauemen. linker Hand das Meer mit Duenen, rechter Hand weidende Rinder und Pferde. Motiviert fahren wir bis nach Capão da Canoa. Dort sehen wir ein Fahrradgeschaeft und davor einige Menschen. Obwohl Ostersonntag und geschlossen, begruesst und Jesus, der Besitzer und fragt, was wir brauchen. Das Ruecklicht schenkt er Felix. Ist doch schoen, von Jesus am Ostersonntag ein Geschenk zu erhalten. Wir suchen verzweifelt den Campingplatz, da wir ja noch unser Zelt trocknen muessen. Schlussendlich finden wir diesen im Hinterhof eines aermlichen Hauses. Na ja, trotz einigem Abfall auf der Wiese, sieht eingermassen vertrauenswuerdig aus und wir stellen unser Zelt auf. Um die Toilette zu benuetzen, muessen wir durchs Schlafzimmer des Teenismaedchens und der Grossmutter.
Am nachsten Tag geht es weiter auf die Lagune. Ein kleines Stueck Land duenn besiedelt, getrennt von einem riesigen Lagunensee auf der rechten Seite und der Atlantik auf der linken. Der Verkehr ist arm und die Strecke top flach. Man sieht jenste Wolkenformationen und hat das Gefuehl der Unendlichkeit. Das Gebiet ist ziemlich feucht, so sieht man Pferde, die bis zu den Bauechen in der Wiese waten, Rinder von Gauchos auf Pferden getrieben, weidende Schafe, Variationen von Vogelarten und riesige Farmen mit mehreren Maehdreschern.
| Endlose Weite |
| Frostkrater in Kuestenstrasse |
| Mega-Burger: "Friss die Haelfte" |
| Kirche von Mostardas |
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